Einfache orientalische Rezepte

Maqluba – Blumenkohl, Hühnchen und Reis auf arabisch

Maqluba

Portionen: Für 4 Personen

Zubereitungszeit: 60 – 90 min

Maqluba bedeutet wortwörtlich “Die Umgedrehte”. Der Grund ist die Art wie man dieses Gericht traditionell in Palästina serviert. Es wird immer erst ein großes Tablet auf den Kochtopf, indem das Gericht gekocht wurde, gelegt. Vor den Gästen drückt man dann mit seinen Daumen, links und rechts, das Tablet auf den Topf, greift mit den anderen Finger die Henkel des Topfes und kippt ganz schnell um, so dass das Tablet unten ist und der Topf oben. Dann stellt man das Tablet mit dem umgedrehten Topf auf den Tisch, klopft einpaar mal auf drauf und entfernt ganz langsam den Topf sodass der Inhalt nicht komplett zerfällt. 

Maqluba wird in palästinensischen Familien immer sehr gefeiert. Der Geschmack ist traumhaft, ein wahres Festessen. Die Kombination aus Hühnchen, Blumenkohl und Reis mit diesen ganzen tollen Gewürzen ist geschmacklich in absoluter Harmonie. Definitiv eines meiner Lieblingsgerichte die ich bei der Familie meines Mannes essen durfte.

Ich wünsche euch auch so ein aufregendes Erlebnis beim Servieren und Essen von Maqlubi.

Maqlubi Rezept

Zutaten:
























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Zubereitung:

  1. Reis gründlich waschen und ca. 30 Minuten in Wasser einweichen.
  2. Währenddessen Die Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden
  3. Blumenkohl zu kleinen Röschen auseinander nehmen
  4. Die Karotten und Paprika in längliche Streifen schneiden.
  5. Die Zwiebel in grobe Stücke schneiden.
  6. In einem großen Topf neutrales Öl erhitzen und die Hähnchen darin von beiden Seiten goldbraun anbraten.
  7. Die Gewürze und die Zwiebel dazugeben kurz mit dem Fleisch anbraten und mit Wasser ablöschen.
  8. Alles gut aufkochen lassen. Nach ca. 20 Minuten das Fleisch herausnehmen und die Brühe weitere 20 Minuten auf  mittlere Hitze kochen lassen und anschließend sieben.
  9. In der Zwischenzeit das restliche Gemüse in heißem Öl nacheinander goldbraun braten und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
  10. In einem Topf zuerst das Gemüse vorsichtig schichten als nächstes das Fleisch und dann das Reis darüber geben. Mit den Händen alles vorsichtig runterdrücken.
  11. Nun die Brühe darüber verteilen. Die Brühe sollte 700ml sein. Wenn es nicht reichen sollte kann Wasser dazugegeben werden.
  12. Am Schluss einen Teller darauf geben, damit die Form erhalten bleibt und mit Topfdeckel schließen. 
  13. Für ca 30-40 Minuten auf kleinster Flame zum köcheln bringen.
  14. Den Topf vom Herd nehmen und für ca. 5 Minuten ruhen lassen. Dann den Teller mit einem Löffel rausheben.
  15. Eine große Servier-Platte über den Topf legen, so dass man von der Seite den Topf und die Servierplatte gut in der Hand halten kann. Anschließend den Topf mit der Servierplatte schnell umdrehen, kurz ruhen lassen und nun vorsichtig den Topf abheben.
  16. Mit gerösteten Pinienkernen und Granatapfelkernen schmücken. Als Beilage wird traditionell ein Minze-Joghurt und Tomaten-Gurken Salat serviert.

Tipps und Anmerkungen

  1. Der Durchmesser des Topfes sollte nicht zu groß sein da das Maqloubi im Topf nicht hoch genug steht und ihr es dadurch danach nicht gut umkippen könnt.
  2. Es scheint viel Salz zu sein aber dadurch dass noch Reis hinzugefügt wird ist es okay.
  3. Die Brühe sollte auf jeden Fall leicht salzig schmecken, sonst wird der Reis am Ende zu Fad.
  4. Haltet euch daran die Maqloubi am Schluss auf niedrige Flamme köcheln zu lassen, sonst kann das Gemüse unten anbrennen.
  5. Beim Maqloubi ist Blumenkohl das wichtigste Gemüse, sonst könnt ihr da nehmen was ihr so da habt. 
  6. Es kann gut sein, dass beim stürtzen der Maqlubi-Turm  zerfällt, aber das macht überhaupt nichts aus, es wird trotzdem lecker schmecken.

Wie findest du mein Maqluba Rezept?

Wenn du das Rezept ausprobiert hast würde mich Deine Meinung sehr interessieren. Hinterlasse mir einfach einen Kommentar hier darunter oder lass mich über Instagram wissen wie Du dieses Rezept findest. Ich freue mich immer über Lob, weitere Tipps und freundliche Kritik.

Schöne Grüße

Unbenanntes Projekt 23

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9 Comments
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Dirk Bauhofer
17 Tage zuvor

Wow! Das ist extrem lecker!!!

Wolfgang
2 Monate zuvor

Danke für den Hinweis, Shiba! (hätte ich auch selbst drauf kommen können … habe aber wohl nicht richtig mitgedacht)

Heute habe ich das Rezept nachgekocht. War schon sehr gut, speziell wenn man bedenkt dass ich es das erste Mal versucht habe. Ganz perfekt ist mir nicht geglückt, beim Stürzen blieb ein Teil hängen. Aber wie Du schon geschrieben hast, es hat trotzdem sehr lecker geschmeckt.

Ich habe mich nicht ganz genau an Deine Hinweise gehalten, weil ich schon ähnliche Rezepte probiert hatte und so schon gewisse Erfahrungen hatte. So habe ich den “Turm” eher flach gehalten und in einer beschichteten Pfanne aufgebaut.

Da wir nur 2 Personen sind und nicht wollten, dass etwas übrig bleibt, habe ich nur ungefähr die halbe Portion gemacht. Dazu habe ich erstmals auch den Reis abgewogen. Normalerweise ist eine Tasse Reis für uns genug. Aber wieviel Gramm das sind wusste ich nicht. Um etwa abschätzen zu können welchen Bruchteil an Gewürzen ich brauche wog ich erstmals die Tasse Reis – es waren 165g, also knapp halb so viel wie in Deinem Rezept steht. Also habe ich von all den Gewürzen auch nur die Hälfte genommen.

Salz habe ich aber nach Erfahrung bzw. Gutdünken drüber gestreut, sicher weit weniger als 2 TL. Ich mag es salzig, trotzdem erschienen mir 3-4 TL (bzw. für mein “halbes” Rezept dann 2 TL) zu viel. Im Nachhineinen muss ich zugeben dass etwas mehr sicher besser gewesen wäre. Fad war der Reis zwar nicht, er war dank der vielen Gewürze sogar sehr lecker, und mit dem Chili auch sehr scharf. Für uns war das kein Problem, wir mögen es scharf, haben aber etliche Freunde denen das gewiss zu viel gewesen wäre.

Das nur als Hinweis für Leute die auch dieses Rezept mal nachkochen wollen, es aber vielleicht nicht ganz so scharf mögen.

Etwas mehr Salz hätte ihm geschmacklich aber sicher gut getan.

Leider war der Blumenkohl arg weich. Geschmacklich war das in Ordnung, aber wir mögen ihn noch lieber wenn er etwas Biss hat. Wenn ich das Rezept nochmal koche – und das werde ich gewiss bald – werde ich deshalb die Blumenkohlröschen erst kurz bevor das restliche Gericht fertig wird separat anbraten, dann auf der Servierplatte verteilen und das restliche Maqluba da oben drauf stürzen.

Sehr gut fanden wir auch die darüber gestreuten gerösteten Pinien- und Granatapfelkerne. Da ich nur das halbe Rezept gemacht habe dachte ich mir, da müssten die Kerne von einem halben Granatapfel sicher reichen. Aber davon hätten wir dann gerne noch mehr gehabt, also werde ich nächstes Mal wohl einen ganzen Granatapfel “entkernen”. Bei den Pinienkernen war’s genau andersrum: ich verwendete ein ganzes Tütchen voll (50g), das war fast schon zu viel.

Nicht aufgeschrieben hat Du, liebe Shiba, den grünen Koriander, aber wir haben ihn auf Deinem Foto erkannt und dann auch welchen besorgt. Und der passte wirklich hervorragend dazu! Ohne den hätte uns was gefehlt!

Jedenfalls hat es Spaß gemacht dieses Rezept nachzukochen, und es hat auch wirklich gut geschmeckt.

Gefunden habe ich Deine Seite übrigens weil wir demnächst nach Jordanien wollen und ich auf irgend einer jordanischen Website von Maqlubbeh gelesen haben, upside down rice. Anscheinend ist es auch dort ein Festtagsessen, und deshalb habe ich dann nach Rezepten dafür gesucht.

Deshalb bin ich jetzt auch schon gespannt wie es uns dort schmecken wird.

Wolfgang
2 Monate zuvor

Hallo Shiba, muss man Koriander, Pfefferkörner, Kardamomkapseln nicht klein mahlen oder mörsern?

Könnecke Nadja
11 Monate zuvor

Das Gericht war mega lecker! Und perfekt erklärt! Danke!

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Shiba Profilfoto

Hi, ich bin Shiba

Ich freue mich, dass du hier bist. Meine Gerichte sind sehr inspiriert von den Kochkünsten meiner Mutter, die aus Pakistan stammt. Du findest hier also viele einfach  Gerichte aus der pakistanischen und arabischen Küche.

Ich wünsche euch viel Spaß beim stöbern und nachkochen. 

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